Historie

U-995, ein deutsches Uboot des Typs VIIC, wurde 1942 bei der Hamburger Werft Blohm & Voss in Auftrag gegeben.

Nach der Kiellegung im Winter 1942 und dem Stapellauf im Sommer 1943 wurde U-995 am 16.09.1943 in Dienst gestellt.

Zwischen September 1943 und April 1944 absolvierte das U-Boot eine Einsatzausbildung in der Ostsee, bevor es am 25. April zu seinem Einsatzgebiet im Nordmeer auslief.

U-995 führte zwischen 1943 und 1945 acht Feindfahrten durch, die zum Teil größere Reparaturen in Trondheim notwendig werden ließen.

Im Oktober 1944 erfolgte ein Kommandantenwechsel, für Walter Köhntopp kam Oberleutnant zur See Hans Georg Hess.

Da U-995 im Frühjahr 1945 für den Einbau eines Schnorchels erneut nach Trondheim verlegt werden musste, befand es sich zu Kriegsende, die Arbeiten unvollendet, in der Werft und wurde dort im Mai durch Hans Georg Hess den Alliierten übergeben.

Mit dem Ende des Krieges ging U-995 in den Besitz Großbritanniens über und wurde später Norwegen zugesprochen. Nach diversen Umbauarbeiten diente U-995 zwischen 1952 und 1962 unter dem Namen „KNM Kaura“ als Schulschiff der NATO. Sein Heimathafen war Narvik.

1965 musterte die norwegische Marine U-995 aus und gab es zu Ausstellungszwecken an Deutschland zurück.

Im Marinearsenal Kiel wurde das Uboot in den Zustand von 1945 zurückversetzt.

Der Marinebund übernahm 1971 U-995 und stellte es 1972 vor dem Ehrenmahl in Laboe auf.